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E-Bässe


Der elektrische Bass oder kurz E-Bass (englisch bass guitar) ist eine zumeist aus Holz gefertigte und auf elektronische Verstärkung angewiesene Bassgitarre. Grundsätzlich teilt sich der E-Bass in Modelle mit Solid-Body und Semi-Hollow-Konstruktion auf. Während ersterer Bass einen massiven Korpus besitzt, der ihn vollkommen unempfindlich gegenüber Rückkopplungen macht, sorgt die teilakustische Bauweise bei letzterem Bass für einen besonders warmen und tiefen Sound. Nicht zuletzt verfügen einige E-Bässe über ein bundloses Griffbrett, das einen singenden, dem klassischen Kontrabass ähnlichen Klang fördert. Neben den üblicherweise verwendeten passiven Pickups kommen vor allem beim modernen Bass gern aktive Tonabnehmer zum Einsatz, deren gesteigerte Transparenz und Headroom moderne Sounds unterstützen.

E-Bass

Passive Elektronik
Eine passive Elektronik kommt ohne Stromversorgung aus. Deshalb kann sie aber auch nur in eine Richtung arbeiten, d.h. Frequenzen absenken. Eine klassische passive Elektronik besteht aus Lautstärkereglern für die Pickups sowie einer passiven Tonblende (engl. Tone Control). Voll aufgedreht befindet sich dieser Regler in seiner Neutralstellung. Dreht man ihn, verändert sich der Wert des sich im Innern der Elektronik befindlichen Kondensators. Dadurch werden die Höhen abgedämpft.

Weitere Features gibt es bei passiven Elektroniken in der Regel nicht. Besitzt das Instrument zwei Pickups, werden allerdings auch häufig anstelle der zwei einzelnen Volumen-Regler ein Balance-Regler für das Mischverhältnis der Tonabnehmer sowie ein einziger Volume-Regler für die Gesamtlautstärke verwendet.

Aktive Elektronik
Eine aktive Elektronik bietet deutlich mehr Komfort als eine passive. Dieser Komfort äußert sich in der Regel in Form eines Vorverstärkers, welcher - wie bei einer Stereoanlage - Potis für Bässe, Mitten und Höhen umfasst. Um diesen Preamp zu betreiben, benötigt das Instrument Strom, und ohne diesen gibt es in der Regel keinen Ton von sich. (Eselsbrücke: der Bass muss hierfür quasi "aktiviert" werden!).

Die Speisung der Elektronik erfolgt zumeist mithilfe einer 9V-Batterie. Mitunter kommen sogar zwei 9V-Blöcke zum Einsatz, um eine Betriebsspannung von 18 Volt zu realisieren.
Mithilfe einer Aktiv-Elektronik kann man also dem Signal der Tonabnehmer nun auch Frequenzen hinzufügen und nicht nur wegnehmen.

Der zweite entscheidende Unterschied ist die sogenannte Impedanzwandlung. Das hochohmige Signal der Tonabnehmer wird hierbei in ein niederohmiges umgewandelt. In der Praxis bedeutet dies, dass das Signal auch über längere Kabelwege nahezu verlustfrei am Verstärker ankommt. Diese Impedanzwandlung geht auch einher mit einer geringfügigen Änderung im Sound.

Schaut man sich das reine Datenblatt an, so hat die aktive Elektronik durch ihre erweiterten Möglichkeiten ganz klar die Nase vorne. Die theoretischen Werte müssen sich allerdings noch lange nicht mit deinem Geschmack decken! So empfindet das menschliche Ohr Verluste durch das Kabel im Höhenbereich für manche Stilistiken als durchaus angenehm. Manchem Soundideal kommen diese Unzulänglichkeiten also geradezu entgegen!

Dieser Effekt gleicht ein wenig dem eines Röhrenamps. Bassverstärker dieser Bauart sind nämlich auch alles andere als linear und färben den Klang zumeist stark ein. Das ist zwar physikalisch gesehen schlecht, unser Ohr empfindet diese Färbung jedoch als angenehm.